Petition für ein vernünftiges Gesundheitssystem

Wer krank ist, gehört ins Bett. Nicht in ein volles Wartezimmer.

Merz will die telefonische Krankschreibung streichen und das Pflicht-Attest ab Tag 1 verschärfen. Das bedeutet mehr Bürokratie, längere Wartezeiten und mehr Menschen mit Infekten in Praxen, obwohl oft nur Ruhe nötig ist.

Petitionsstand 4.695 Unterschriften Stand: 3. Juli 2026. Den aktuellen Live-Stand zeigt WeAct direkt auf der Petitionsseite.
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Worum es geht

Kein Pflicht-Arztbesuch für jede Erkältung.

Die Petition richtet sich an Bundeskanzler Friedrich Merz und Bundesgesundheitsministerin Nina Warken. Sie fordert, die geplante Abschaffung der telefonischen Krankschreibung aus dem Reformpaket zu streichen und auf eine generelle Pflicht zur Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung ab dem ersten Krankheitstag zu verzichten.

Bei vielen leichten Erkrankungen geht es nicht um eine Behandlung in der Praxis, sondern nur um einen Nachweis. Genau dafür ist die telefonische Krankschreibung sinnvoll: Sie spart Wege, reduziert Kontakte und lässt Praxen Zeit für Menschen, die wirklich untersucht werden müssen.

Das Problem in einem Bild

Mehr Pflichttermine machen volle Wartezimmer nicht besser.

Wer leicht krank ist, braucht oft keinen zusätzlichen Weg durch Regen, Bahn und Wartezimmer. Telefonische Krankschreibung und Videosprechstunde halten genau diese Fälle aus den Praxen heraus, damit dort Zeit für Menschen bleibt, die wirklich untersucht werden müssen.

Überfülltes Wartezimmer mit Hinweis auf drohenden Aufnahmestopp
01

Weniger volle Wartezimmer

Wer mit Erkältung, Magen-Darm-Infekt, Migräne oder Rückenschmerzen eigentlich nur Ruhe braucht, sollte nicht erst durch Bus, Bahn und Wartezimmer müssen.

02

Mehr Zeit in Arztpraxen

Unnötige Pflichttermine blockieren Kapazitäten. Diese Zeit fehlt für Patientinnen und Patienten mit echtem Untersuchungsbedarf.

03

Weniger Infektionsrisiko

Menschen mit ansteckenden Infekten in Wartezimmer zu schicken, ist gesundheitspolitisch das falsche Signal.

04

Mehr Vertrauen statt Misstrauen

Eine pauschale AU-Pflicht ab Tag 1 stellt Millionen Beschäftigte unter Generalverdacht, obwohl die meisten Menschen arbeiten wollen und Missbrauch nicht die Regel ist.

Die Forderungen der Petition

  • Telefonische Krankschreibung dauerhaft erhalten.
  • Videosprechstunden weiter ausbauen.
  • Keine generelle AU-Pflicht ab dem ersten Krankheitstag.
  • Bürokratie abbauen statt neue Pflichtwege schaffen.
  • Beschäftigten Vertrauen entgegenbringen.
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Hintergrund

Telefonische Krankschreibung erhalten: Warum diese Petition wichtig ist

Die telefonische Krankschreibung ist ein pragmatisches Werkzeug für ein modernes Gesundheitssystem. Sie ist besonders relevant bei leichten, klar beschreibbaren Erkrankungen wie Erkältungssymptomen, Magen-Darm-Beschwerden, Migräne oder Rückenschmerzen. Nicht jede Arbeitsunfähigkeit verlangt automatisch eine körperliche Untersuchung in der Praxis.

Eine AU-Pflicht ab dem ersten Krankheitstag würde viele Menschen zu Arztkontakten zwingen, die medizinisch keinen Mehrwert haben. Das belastet Hausarztpraxen, verlängert Wartezeiten und kann dazu führen, dass ansteckende Menschen erst recht unterwegs sind. Wer krank ist, soll sich erholen können, statt für ein Formular neue Risiken zu schaffen.

Auch Arbeitgeber profitieren nicht automatisch von mehr Kontrolle. Beschäftigte mit leichten Infekten stehen dann vor der Wahl, krank zur Arbeit zu gehen oder kurzfristig einen Termin zu organisieren. Wer krank arbeitet, ist weniger leistungsfähig, macht eher Fehler und steckt im schlimmsten Fall Kolleginnen und Kollegen an.

Digitale und telefonische Arztkontakte lösen nicht jeden Fall, aber sie lösen genau die Fälle besser, in denen eine Ärztin oder ein Arzt Beschwerden medizinisch einschätzen kann, ohne dass ein Pflichtbesuch nötig ist. Wer untersucht werden muss, soll selbstverständlich in die Praxis. Wer nur einen Nachweis braucht, sollte nicht zusätzliche Risiken und Wartezeiten schaffen müssen.

Statische Updates

Neuigkeiten zur Petition

Auszüge und Meilensteine zur Petition. Den aktuellen Stand zeigt WeAct direkt auf der Petitionsseite.

1.000 Unterschriften erreicht

Die Petition hat eine neue Unterstützer-Marke erreicht.

Unsere Kritik an den Plänen der Bundesregierung erhält inzwischen deutliche Unterstützung aus dem Gesundheitswesen.

Unsere Kritik an den Plänen der Bundesregierung erhält inzwischen deutliche Unterstützung aus dem Gesundheitswesen. Der Vorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung bezeichnete die Pläne als „Irrsinn“. Er warnt davor, Hunderttausende zusätzliche Patientinnen und Patienten allein für eine Krankschreibung in die Arztpraxen zu schicken. Dadurch würden ohnehin überlastete Hausarztpraxen weiter belastet und Wartezeiten für Menschen verlängert, die tatsächlich medizinische Hilfe benötigen. Auch zahlreiche Hausärzte, Krankenkassen und Landesgesundheitsminister kritisieren die geplante Abschaffung der telefonischen Krankschreibung sowie die AU-Pflicht ab dem ersten Krankheitstag. Sie warnen vor mehr Bürokratie, überfüllten Wartezimmern, unnötigen Arztbesuchen und einem höheren Infektionsrisiko. Genau das ist der Kern unserer Petition: Wer krank ist, braucht Ruhe – nicht einen Pflichtbesuch in einer überfüllten Arztpraxis, nur um einen Nachweis abzuholen.

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